Nun, was also? Mein erzwungenes Schweigen (hervorgerufen durch die unablässigen Verhandlungen über das Schicksal der Mandantinnen) ist beendet. Sie verstehen selbst, jedes unvorsichtig geäußerte Wort kann sich auf das Schicksal Nadjas und der anderen im „Fall Pussy Riot“ Beschuldigten auswirken. Derzeit befinden wir, die Gruppe der Anwälte in dem Fall, uns in einer unsichtbaren Umklammerung mit den Ermittlern. Die Frauen werden gegen ihren Willen zu Bekenntnissen „gepresst“. Genau dafür war die Maßnahme der Untersuchungshaft notwendig. Wofür sonst? Denn im letzten Monat haben die Ermittler keine Prozesshandlungen durchgeführt, die für die Klärung des Falles von Bedeutung gewesen wären. Was hätte die Arbeit behindert, wenn die Mandantinnen in Freiheit gewesen wären? Schauen Sie sich erst den Brief von Nadja Tolokonnikova an, den sie mir gestern im Untersuchungsgefängnis gegeben hat, dankbar für die Hilfe in Form von auf sie „einstürzenden“ Einkäufen. Sie hat gesagt, dass sie so noch lange durchhalten kann. Sie hatte so eine Aufmerksamkeit und aufrichtige Unterstützung nicht erwartet. Sonst erinnere ich noch einmal an die Spendensammlung unter dem Yandex-Geldbeutel 41001236566551. Bis heute sind für die drei Frauen 210.000 Rubel (ca. 5350 €) gesammelt worden. Wir brauchen etwa 300.000 Rubel (ca. 7650 €).
Quelle: http://mark-feygin.livejournal.com/81571.html
