Grüne forderten die Freilassung der inhaftierten Künstlerinnen vor russischer Botschaft -Wien (OTS) - "Die Verhaftung der drei jungen Frauen ist eine reine
politische Vergeltungsmaßnahme", erklärte Judith Schwentner,
Frauensprecherin der Grünen und Mitglied im Außenpolitischen
Ausschuss, heute bei einer Protest-Kundgebung vor der russischen
Botschaft. Hintergrund ist die Festnahme von drei Künstlerinnen der
Gruppe "Pussy Riot", die seit Februar von den russischen Behörden
unter absurden Vorwürfen in Haft gehalten werden. Die Gruppe hat sich
gegen die Wahl Putins ausgesprochen und ihre Position in öffentlichen
Auftritten deutlich gemacht.
"Diese öffentliche Meinungsäußerung mit ausschließlich künstlerischen
Mitteln müssen die drei junge Frauen jetzt mit monatelanger Haft
bezahlen, das ist nicht hinnehmbar!", sagt Schwentner und ergänzt:
"Russland muss anerkennen, dass das Recht auf Meinungsfreiheit sich
auch auf Protestauftritte erstreckt. Die drei Frauen Nadezhda
Tolokonnikova, Maria Alekhina, und Ekaterina Samutsevich müssen
freigelassen werden!"
Konsequenzen fordert Schwentner auch von der österreichischen
Außenpolitik: "Diese Menschenrechtsverletzung kann nicht
stillschweigend hingenommen werden. Schon gar nicht, wenn Österreich
im UN-Menschenrechtsbeirat sitzt. Wir fordern Außenminister
Spindelegger dazu auf, sich bilateral und auf europäischer Ebene
dafür einzusetzen, dass die Menschenrechte, insbesondere das Recht
auf Meinungsfreiheit, auch in Russland geachtet und eingehalten
werden. Außerdem erwarten wir uns, dass Spindelegger das Schicksal
der Mitglieder von "Pussy Riots" auch im UN-Menschenrechtsrat
thematisiert." Schwentner kündigt weiter an, das Thema "Pussy Riot"
heute im Außenpolitischen Ausschuss anzusprechen.
Unterstützt werden die Mitglieder der Band "Pussy Riot" unter anderem
von Amnesty International und dem tschechischen Außenminister Karl
Schwarzenberg.
Fotos der heutigen Aktion werden auf der Facebook-Seite von Judith
Schwentner, oder gerne auch auf Nachfrage zur Verfügung gestellt.
Der Link dazu:
Quelle:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120619_OTS0176/schwentner-free-...
