Madonna, amerikanischer Popstar: Der Künstler hat immer recht

Am Vorabend ihres einzigen Konzertes in Moskau machte sie eine Erklärung, in der sie ihre Meinung zum Verfahren gegen Pussy Riot äußerte:

„Ich verstehe, dass einige Leute dadurch beleidigt wurden, dass sie in einer Kirche auftraten“, sagte der Star in einem Interview mit „Kommersant“. „Wahrscheinlich war das ein Fehler. Egal wie korrupt die Kirche ist – eine Kirche ist ein Platz, der für viele Leute zu viel bedeutet, die Menschen gehen dorthin um zu beten. Wahrscheinlich hätte man die ganze Aktion nicht in, sondern vor der Kirche durchführen sollen. Das wäre vielleicht effektiver gewesen. Ich denke, dass sie bei der Wahl des Ortes nicht im Recht waren, aber im Wichtigsten hatten sie recht: in dem, was sie mit ihrem Auftritt zum Ausdruck gebracht haben. Ich möchte, dass sie freigesprochen werden. Vladimir Putin muss ihnen verzeihen – als Künstlern, als Frauen, als Müttern. Sie müssen freigelassen werden. Der Künstler hat immer recht, wenn er sich zum Ausdruck bringt. Und auf Kritik muss man wie ein starker Mensch reagieren.

Ich habe die Kirche oft „enttäuscht“, ich sollte einige Male aus der katholischen Kirche ausgeschlossen werden. .. Ja, ich bin dafür nicht ins Gefängnis gekommen; aber nur, weil ich in einem freien Land lebe und nicht in Russland.“

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Madonna wünscht auf Konzert Pussy Riot die Freiheit

Während ihres Auftrittes in Moskau hielt Madonna eine Rede zur Unterstützung von Pussy Riot.

„Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich aus Amerika komme, wo wir uns und unsere Meinung frei zum Ausdruck bringen, auch wenn das den Menschen in der Umgebung und der Regierung nicht gefällt. Das ist Demokratie,“ sagte die Sängerin auf der Bühne des Olympiastadions. „Ich will einige Worte zu Pussy Riot sagen. Diese drei Frauen, Masha, Katja und Nadja, haben schon für ihre Aktion bezahlt, indem sie fünf Monate hinter Gittern waren. Ich bitte um Freiheit für sie. Seid ihr mit mir?

Ein vieltausendköpfiger Saal beantwortet den Aufruf des Stars mit begeisterten Schreien.

Damit war die Performance zur Unterstützung der Teilnehmerinnen des Punkgebetes  noch nicht zu Ende. Wenig später erschien Luiza Veronika Ciccone in einer Mütze, wie sie die Frauen bei ihren Aktionen anzogen,  auf der Bühne und auf dem Rücken der Berühmtheit stand geschrieben PUSSY RIOT. So hat sie das Lied Like a Virgin gesungen.

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